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Körperkatierung. Ein Atlas.

2020

Das Thema der Körperkartierung ist das Jahr 2020 und wie dieses auf persönlicher Ebene mit den Sinnen und Emotionen von Individuen erlebt wurde. Der Ort der dargestellt wird ist nicht einer der sonst auf Karten erwartet wird, es wird sich stattdessen durch den eigenen Körper bewegt und gezeigt was Teilnehmende mit ihrem durch ihre Umgebung wahrnahmen. Auf der digitalen Karte sind Körperkarten und darauf verteilt bestimmte Körperregionen dargestellt. Einer Collage ähnlich gibt es verschiedene Bereiche die betrachtet werden können, dies geschieht hier durch das Heranzoomen an die jeweiligen Körperregionen. Das Zentrum stellen dabei vier übereinandergelegte Körperkartierungen in einem großen Kreis dar. Vier ausgewählte Bereiche, Zunge, Kopf, Bauch und Ohren, sind auf diesem verteilt. Als eine interaktive und partizipative Karte gibt es verschiedene Möglichkeiten die Karte zu betrachten und zu verändern. Nach einer kurzen Einführung beginnt der Rundgang durch die Karte mit einer Mediation mit deren Hilfe eine eigene Körperkarte erstellt werden kann. Es folgen die vier Teile des Körpers zu denen freiwillige Aufgaben formuliert wurden. Wenn sich durch die Karte im Präsentationsmodus bewegt wird können nacheinander jede Aufgabe und die dazugehörigen Beiträge der Teilnehmenden betrachtet werden.

Die Kartierung von Sinnen und Emotionen drückt in mehrerlei Hinsicht Kritik an Methodik und Fokus der herkömmlichen Kartographie aus. Sie basiert im Gegensatz zu den meis-ten modernen Karten nicht auf den typischen quantitativen Daten und ermöglicht einen

anderen, qualitativen Zugang zur Karte über die eigenen Emotionen und Sinne als Aus- gangspunkt. Oft stellen Karten nur eine Art und Weise dar die Umgebung wahrzunehmen, uns war wichtig eine zu schaffen in der Daten so gesammelt und genutzt werden, dass das Individuum gezeigt kann. Aspekte wie Emotionen, Gefühle und Erfahrungen von Einzel- personen werden zuweilen zugunsten der Mehrheit auf Karten nicht dargestellt. Hier jedoch soll auch solchen Dingen ihr eigener, wichtiger Platz in der Kartographie anerkannt werden. Uns war wichtig, dass die Karte dabei möglichst frei bleibt, ohne zu viele Vorschriften oder Strukturiertheit. Die Möglichkeit Gedanken frei zum Ausdruck zu bringen sollte gegeben werden ohne den Teilnehmenden groß einzuschränken. Der Akt des Kartenmachens liegt nicht nurmehr in den Händen von ExpertInnen und das Gezeigte und dessen Darstellung kann von den Betreffenden selbst bestimmt werden. Dabei können in dem Mapping Prozess selbst Erkenntnisse geschaffen werden anstelle nur im Endergebnis.

Das Projekt ermöglicht einen alternativen Blick auf ‚Raum‘, einen auf den Menschen fokusiert der sich in diesem befindet. Dies fordert das übliche Verständnis von was eine Karte ist, was sie zeigen soll und auch was ihr Zweck ist heraus. Wir erachten das insbesondere im Rückblick auf das vergangene Jahr 2020 als wichtig. Es war ein Jahr in dem viele mehr Zeit allein im eigenen Körper verbrachten. Der Aspekt des ‚social distancing‘ und ‚Abstandhaltens‘ im Leben aufgrund des Coronavirus, veränderte den wahrgenommenen Raum um den Menschen herum. Daher erachten wir es als wichtig diesen Raum zu untersuchen den einen Raum den jeder trotz allem betreten und in vielerlei Weise erleben konnte.

Die Karte ist durch die Methode des “Körpers als Territorium”inspiriert. Nicht herkömmliche, nicht bekannte Kartierungsmethoden auszuprobieren und in dem Prozess Neues zu realisieren reizte uns. Weitere Inspiration wurde aus verschiedenen spielerischen, interaktiven Übungen und Karten die Emotionen darstellen, gezogen. 

Lyrische Fragmente aus der Sexarbeit - Eine Performance.

20.08.2021

Sexarbeit ist ein wichtiges und viel diskutiertes gesellschaftliches Thema, in dem es oft um binäre Positionen zum Verkauf sexueller Dienstleistungen geht. Dabei kommen Sexarbeiter*innen oft nur bedingt zu Wort. Die Lyrikerin Andrea Zittlau hat sich mit drei Frauen getroffen, die in der Sexarbeit tätig sind und aus langen Gesprächen Lyrik erschaffen, die Menschen in der Sexarbeit porträtiert und nicht auf ihre Tätigkeit reduziert. Durch eine Förderung des Kulturfunken könnten diese Texte nun als Performance in Lübeck inszeniert werden. An drei verschiedenen Orten wurden die Worte einer Sexarbeiterin uraufgeführt. So erfahren wir aus dem (Arbeits)Alltag einer Rumänin, einer Brasilianerin und einer Deutschen,  drei sehr unterschiedlichen Frauen mit sehr verschiedenen Erfahrungen, Motivationen und Wünschen. Eingesprochen wurden die Texte von Charlotte Peters, mit Musik von Nimai Fascher. Choreographie von Katharina Schlegel.

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